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Startseite Turnierberichte 1st Track Dream Bowl Palace Open 3 - Bericht der Finalrunden
1st Track Dream Bowl Palace Open 3 - Bericht der Finalrunden PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Stephan Unger   
Montag, den 05. Juli 2010 um 17:09 Uhr

Wie versprochen noch der Bericht unseres MEISTERS zu den 1. Track Dream Bowl Palace Open

 

 

 

 

Hallo an alle Interessierten,

Peter und Steffen haben es bereits angekündigt: doch etwas überraschend - ich ging eher von einem Cut 1340+ aus - sind wir nun Samstag Abend um 23:00 Uhr nach München gefahren, damit wir rechtzeitig um 08:00 Uhr den "Final Step 1" antreten konnten. Schon vorab geht mein Lob an die Mannschaftskameraden, die sich bereit erklärten, mich auf dieser Höllentour zu unterstützen. Uns war bewußt, das wir die im Nachhinein 1671km Weg eventuell nur für 4 Spiele antraten. Aber - wenn man so will - dieser Weg war immerhin min. 400 € Wert. Denn die hatte ich mit dem Erreichen des Cuts sicher in der Tasche. Da fuhr es sich schon viel leichter. Ohnehin gab es berechtigte Chancen, das Preisgeld auch noch zu erhöhen. So ist die Qualifikation auch wirklich nur eine Quali für die Finalrunden - die Ergebnisse werden auf 0 gesetzt - nach jedem Step. So erhöhen sich die Chancen für "Lucky Looser" dramatisch und der Druck für besser Platzierte steigt stark an, denn die wollen ja beweisen, dass sie zurecht die vorderen Plätze in der Quali erspielt haben...
1. Finalrunde
Also - wir waren pünktlich gut 1 Stunde vor Startbeginn vor Ort. Haben und noch ein wenig frisch gemacht. Da Peter und Steffen den kompletten Hinweg gefahren sind, konnte ich mich auf dem Rücksitz ein wenig ausruhen und so war ich erstaunlich fit als es dann auch losging. 1 Woche keinen Ball angefasst und 5 min Probewürfe mussten langen um die Bewegung der Vorwoche wiederzufinden. Nicht einfach. Aber auch das gelang mir im ersten Spiel hervorragend, so dass ich direkt mit 238 eröffnete. Das Pattern hatte sich gefühlter Maßen nicht geändert. Es ließ sich überhaupt nicht anders spielen und die Bahnenveränderungen waren exakt so wie 1 Woche zuvor. Das nenne ich hervorragende Bahnenpflege. So kann man auch davon ausgehen, dass alle Starter zu allen Squads die gleichen Bedingungen vorfanden (zumindest direkt nach Lane Maintenace - über die unterschiedlichen Temperaturen auf der Halle und das merkwürdige Eigenleben von diversen Doppelbahnen möchte ich jetzt nicht philosophieren...Schweigen
Im 2. Spiel wurde ich dann jäh in die Realität zurückgeholt. Die Birne schaltete sich ein und ich fing an die Bälle nunmehr ganz und gar nicht mehr locker zu spielen - ich drückte die Bälle einfach nur noch nach rechts und gab ihnen kein Raum mehr - Konsequenz: Splits, zu hohe Gassen und damit schlecht Anwürfe. Räumfehler gesellten sich dazu (logisch) und fertig war die Katastrophe. Endstellung gab es auch keine mehr. Irgendwie habe ich dann noch in den 4 Spielen eine 805 zusammengekratzt (glücklicher Weise wechselte ich im letzten Spiel auf den linken meist langsameren Teil der Halle und konnte immerhin noch 212 werfen und habe somit als absolut Letzter den Cut der 16 Verbleibenden aus dem 1. Final Step geschafft. Puh. 150 € mehr in der Tasche.


2. Finalrunde
Nach einer Bahnenpflege - verstehe das wer will - ging es nun mit den verbleibenden 16 Spielern der vorherigen Runde plus 8 Spielern die in der Qualifikation besser platziert waren, weiter. Hier sollte nun wiederum die Hälfte gefiltert werden. In dieser Runde war ich von Anfang an lockerer als zuvor. Jedoch waren die Bahnen schneller (die Temperatur auf der Halle war auch höher) und so mußte ich zunächst den richtigen Ball finden. Daher fing ich mit irgendwas in die 190 an und ließ dann eine 205 folgen. Wenn man mich gefragt hätte wo bei solchen Events nun Cuts der Finalrunde liegen, hätte ich bei Finalrunde 1 so 830 getippt und bei FR 2 ca. 850+ bei den vorhandenen Bahnenverhältnissen. Ich vermutete also, dass ich noch einen Riesen spielen musste. Das 3. Spiel war im 210er Bereich. Demnach mußte Spiel 4 in meinen Augen min eine 230 sein um in die Nähe des Cuts zu kommen - ich fing auch immerhin mit einem Double an. Um so erstaunter war ich als ich las, daß ich mit meinen 613 Pins nach 3 Spielen auf Platz 13 war und somit auch ohne hohes Spiel mit ein wenig Glück die nächste Runde erreichen könnte. In diesm Spiel (immerhin war ich ausnahmaweise mal locker) hatte ich mit den 4 geworfenen Assen riesen Glück. Es ist wirklich jedes Mal der 6er Pin nachgefallen und waren eines Strikes nur bedingt würdig aber ich hatte auch Pech. Alle weiteren 9er Anwüfe waren auch gut in der Tasche und es hätte durchaus noch ein Strike mehr sein dürfen - so lief es dann auf 200 hinaus mit einem Doppelass im 10ten auch 210.
10. Feld - 9 angeworfen-souverän abgekegelt. Nachwurf (Steffen gab mir zu verstehen, dass ich einen guten   Wurf gut gebrauchen könnte) drückte ich den Ball mal wieder ein wenig zu sehr - Resultat: 7er Anwurf. Sch***
wie sich herausstellen sollte - um 2 Holz den Cut der letzten 20 verpaßt. Hiernach gab es dann zum Final Step 3 keine Bahnenpflege mehr... Warum das so gemacht wurde: ???

Immerhin 550€ habe ich nunmehr mit nach Hause genommen als 22. Platz. Ich bin hochzufrieden muss aber an meiner Souveränität gerade in Drucksituationen arbeiten. Wie läßt sich so etwas trainieren? Meine derzeitige Antwort ist. Zockerei um einen 10er in einem Spiel. Aber wer macht das schon mit? Ansonsten: Turniere, Turniere, Turniere spielen - die Erfahrung machts...

Die Rückfahrt: Machen wir es kurz: Peter und Steffen waren ca. 35 Stunden ununterbrochen auf den Beinen und ich habe auf der Hintour gepennt. Irgendwie sind wir um 24Uhr wieder nach Hause gekommen - mit einer Schlafpause von allen zwischendrin. Da ging dann gar nix mehr.

Nochmals: Mein riesen Dank geht an Psycho und Alonso für Ihre alles andere als selbstverständliche Unterstützung. Allein schon die Blicke eines Manuel Mrosek waren es Wert, die beiden mitgenommen zu haben...oder so.

Bis zur NWT in Magdeburg. Tischtennisschläger nicht vergessen. Lachen


VlG Stephan
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 05. Juli 2010 um 20:22 Uhr
 
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